SVO Torhueter

Der SVO verliert das Endspiel um den Bezirkspokal nur knapp

SV Oberschopfheim – SV Oberharmersbach 4:2 (2:0)

Am Ende sollte sich der Traum vom Bezirkspokalsieg 2019 für den SV Oberharmersbach nicht erfüllen. Dennoch konnten die Spieler des SVO erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Nach 90 nervenaufreibenden Minuten war der SV Oberschopfheim der verdiente Sieger, wobei das Team von Trainer Sebastian Bruch nicht die bessere, sondern lediglich die glücklichere und effizientere Mannschaft war.

Bereits in der 1. Spielminute setzte sich Roman Boser gegen die gesamte Hintermannschaft des SV Oberschopfheim durch, doch im letzten Moment konnte er noch entscheidend am Torabschluss gehindert werden. Nicht auszudenken, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn diese Chance genutzt worden wäre. Nach einigen Minuten fand auch der SV Oberschopfheim in die Partie. Einen Schuss von Dimitri Holm konnte SVO-Torhüter Steffen Till zur Ecke abwehren. Nur eine Minute später musste der SVO jedoch den ersten Nackenschlag hinnehmen. Ein von Julian Burg getretener Freistoß konnte SVO-Torwart Till gerade noch an den Innenpfosten lenken. Von dort sprang der Ball zurück ins Feld und Dimitri Holm staubte zum 1:0 ab. Der SVO zeigte sich in der Folge sichtlich geschockt von der Führung der Oberschopfheimer. Nur vier Minuten später musste der SVO den nächsten Dämpfer verkraften. In langer Ball wurde von der SVO-Defensive unterschätzt und der durchgelaufene Dimitri Holm vollstreckte eiskalt zur 2:0 Führung für den SV Oberschopfheim. Der SVO brauchte etwas um diesen Doppelschlag zu verkraften. In der 19. Spielminute hatte Jochen Haubold eine Schusschance nach einem Abpraller. Seine strammer Schuss wurde jedoch pariert. In der Folge hatte der SV Oberschopfheim zwei weitere Chancen die Führung auszubauen. Doch SVO Torwart Steffen Till verhinderte einen noch höheren Rückstand (25. und 32. Spielminute). Gegen Ende der ersten Hälfte war der SVO am Drücker, doch es gelang nicht sich in den entscheidenden Duellen durchzusetzen. Nach dem Seitenwechsel war der SVO bemüht schnell den Anschlusstreffer zu erzielen. Man spürte sofort, dass sich die Mannschaft trotz des Rückstandes und der sommerlichen Temperaturen noch nicht aufgegeben hatte. Doch mitten in der Drangphase des SVO mussten die Spieler von Trainer Mane Hellmig den dritten Gegentreffer, erzielt durch Joshua Stortz, hinnehmen. In der 65. Spielminute hatte Manuel Jilg auf Seiten des SVO die große Chance auf 1:3 zu verkürzen. Allerdings traf er mit seinem Kopfball nur die Latte. Im direkten Gegenzug musste der SVO das 4:0 durch Steven Roth verkraften. Nun dachten alle, dass dies endgültige Entscheidung gewesen sei. Doch der SVO zeigte Moral und kämpfte sich zurück in die Partie. In der 69 Spielminute fälschte der eingewechselte Mischa Wenzel einen Freistoß der Harmersbacher unhaltbar zum 4:1 ab. Nur zwei Minuten später traf Marcel Lehmann nach einem Einwurf per Kopf zum 4:2. Wiederum nur zwei Minuten später war der Frust im Lager des SVO riesengroß. Der in der 73. Spielminute erzielte 4:3 Anschlusstreffer wurde wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt. Eine zumindest diskussionswürdige Entscheidung. Der SVO machte nun richtig Dampf und schnürte den SV Oberschopfheim regelrecht in der eigenen Hälfte ein. Die Oberschopfheimer konnten sich kaum noch befreien. In der 89. Spielminute bot sich Jonas Schwarz die Riesenchance den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch er scheiterte aus aussichtsreicher Position. So blieb es am Ende beim sicherlich nicht unverdienten Erfolg für den SV Oberschopfheim. Der SVO erwischte nicht den besten Tag. Man war in der Defensive nicht so souverän wie gewohnt. Letzten Endes machte der SVO ein bis zwei Fehler zu viel und der SV Oberschopfheim nutzte diese eiskalt aus. Nichts desto trotz kann die Mannschaft stolz auf das Erreichte sein. Dies würdigten auch die zahlreich mitgereisten SVO Fans, indem sie ihr Team nach Abpfiff der Partie mit minutenlangen Standing Ovations feierten.


Bilder: Sven Killig | LichtFux Fotografie